Die Verkehrsplanung in unserem Hause ist eine wesentliche Grund- lage für die Entwicklung des Regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP). Zur verkehrlichen Bewertung der Siedlungsflächen und Verbesserung des Verkehrsangebots wurde für den RegFNP der Verkehr 2020 Region Frankfurt/Rhein-Main erarbeitet. Zur Bewältigung seiner Aufgaben arbeitet der Planungsverband mit verschiedenen regionalen Akteuren zusammen und ist an vielen bedeutsamen Verfahren und Projekten beteiligt. Dem Verband kommt dabei eine wichtige Moderatorenrolle zu, da er als einziger Planungsträger in der Region aufgrund der zugewiesenen Aufgaben gemeinde-, verkehrsmittel- und fachplanungsübergreifend planen kann.
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Mobilität für alle und integriert! Bild: Planungsverband und Andreas Maleika, Frankfurt |
Integrierter Ansatz zur Förderung einer zukunftsfähigen Mobilität
Die Mobilität der Bevölkerung ist nicht auf ein Verkehrsmittel alleine ausgerichtet. Je nach Zweck, Ziel des Weges oder Zeitpunkt wird zu Fuß gegangen, Bahn und Bus, Auto oder Fahrrad genutzt. Diesen vielfältigen Mobilitätsmustern der Bevölkerung wird die Planung nie vollends gerecht werden können, kann jedoch mit einer Verkehrsmittel übergreifenden Gestaltung entscheidend zur Optimierung beitragen. Diese Wechselwirkungen sind insbesondere im hochverdichteten Kernraum zu berücksichtigen.
Die Planung des Verkehrs ist bisher auf Wachstum ausgerichtetet. Ein Überdenken dieser Strategie ist jedoch geboten. Denn neben der zunehmenden Inanspruchnahme der Ressource Boden spielen aufgrund knapperer öffentlicher Mittel der Kostenaspekt und ein zukünftig eher moderates Bevölkerungswachstum eine immer größere Rolle. Eine sozial- und umweltverträgliche Mobilität ist danach unter möglichst effizientem Einsatz der zur Verfügung stehenden Finanzmittel so zu gewährleisten, dass nicht zukünftige Generationen die finanziellen und ökologischen Lasten alleine zu tragen haben.
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| A 3 und ICE-Strecke bei Flörsheim: Bündelung der Verkehrstrassen zur Minimierung größerer Zerschneidungen der Landschaft |
Wichtige übergeordnete Vorgaben verdeutlichen den bisweilen kurzfristigen Umsetzungsdruck beispielsweise bei den EU-Vorgaben zum Schutz der Bevölkerung vor Luftverschmutzung und Lärm, der im Nationalen Radverkehrsplan verankerten Steigerung des Radverkehrsanteils oder der Minimierung des CO2-Ausstoßes und des Flächenverbrauches im Rahmen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie.
Wichtige Arbeiten, auf die der Planungsverband zurückgreifen kann, sind die gemeinsam mit anderen Partnern erstellte Verkehrsdatenbasis Rhein-Main (VDRM) und der im Dezember 2000 beschlossene Generalverkehrsplan 2000 des früheren Umlandverbandes Frankfurt.
Eine Auswahl wichtiger verkehrsbezogener Publikationen und Veranstaltungen des Planungsverbandes sind in der Dokumentation aufgelistet.